Der gute Sohn

Der gute Sohn

Jeong Yu-Jeong

Mit Jeong Yu-Jeong wird eine der bekanntesten Thriller-Autorinnen Südkoreas erneut dem deutschsprachigen Publikum zugänglich. Schon die Übersetzung eines früheren Romans („Sieben Jahre Nacht“) hatte die Leser begeistert. Wer auf der Suche nach hochspannenden, psychologisch ausgefeilten und beinahe unerträglichen Thrillern ist, sollte sich den Namen Jeong merken.

Der gerade neu erschienene Roman „Der gute Sohn“ führt nun erneut in die Abgründe der menschlichen Seele. Der junge Yu-Jin ist ein begnadeter Schwimmer, ein Vorzeigeschüler. Doch die Fassade bröckelt, als er sich eines Morgens blutüberströmt wiederfindet und die Umstände recht eindeutig darauf hinweisen, dass er seine Mutter ermordet hat. Er selbst jedoch verfügt über keine Erinnerung an den vorherigen Tag.

Es beginnt ein Kammerspiel der besonderen Art, denn der Leser verfolgt die Geschehnisse aus Perspektive Yu-Jings - direkt aus dem Kopf des vermeintlichen Mörders. Dieser beginnt die allzu belastenden Spuren der Tat zu beseitigen und bemüht sich zugleich, die Ereignisse zu rekonstruieren: jene Szenarien durchzuspielen, welche den Tod seiner Mutter erklären könnten. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn das Verschwinden der Mutter bleibt natürlich nicht unbemerkt.

ISBN_978-3-293-00541-9

Verlag_Unionsverlag

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Thomas-Daniel Reichling
Rezensiert von_