Für eine kurze Zeit waren wir glücklich

Für eine kurze Zeit waren wir glücklich

William Kent Krueger

Von Zeit zu Zeit begegnen wir einem Roman, der uns daran erinnert, was gute Literatur vermag: Den Leser zu berühren und ihm eine außergewöhnliche Erfahrung zu gewähren – eine Erfahrung, die womöglich ein klein wenig Weisheit schenkt.

Solch eine Geschichte entfaltet sich 1961 im US-amerikanischen Städtchen New Bremen. Auf einen rätselhaften Tod folgt ein Mahlstrom unheilvoller Ereignisse, der die ganze Stadt zu ersticken droht. Missgunst und Paranoia vergiften im Handumdrehen Herz und Verstand der Einwohner und die elf- und dreizehnjährigen Brüder Jake und Frank begeben sich auf die Suche nach einer Wahrheit, die zunehmend verschwimmt.

Kruegers Schreiben besticht durch schlichte Eleganz, einen grandiosen Spannungsaufbau und authentische Figuren. Für den Leser bleibt neben großartiger Unterhaltung eine Erkenntnis: Es ist letztlich erst das Hereinbrechen großer Finsternis, welches uns nicht nur zeigt, was unter der beschaulichen Oberfläche lauert, sondern auch, wie fragil Glück sein kann.

Ein beeindruckendes Plädoyer für Demut, Besonnenheit und Mitgefühl.

ISBN_978-3-492-05845-2

Verlag_Piper

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Thomas-Daniel Reichling
Rezensiert von_