Mein Ein und Alles

Mein Ein und Alles

Tallent, Gabriel

Bitterer Zorn, tiefste Sanftmut, größte Stärke und ungeahnte Zerbrechlichkeit. All dies finden wir in der jungen Turtle, die von ihrem, zwischen Tyrannei und Zuneigung oszillierenden, Vater gegen den Rest der Welt aufgehetzt, ein Leben als Außenseiterin führt. Zurückgezogen leben die beiden in den Wäldern Kaliforniens, stets bemüht, den Kontakt mit anderen Menschen zu vermeiden.

Turtle ist entsprechend ihrer anerzogenen Misanthrophie eher der Natur nahe und verbringt ihre Freizeit mit der Durchstreifung und Erkundung der tiefsten Wälder. Als sie auf einem dieser Streifzüge zwei verirrten Jungen begegnet, denen sie den Weg zurück in die Zivilisation weist, beginnt eine Freundschaft, die ihre - von der apokalyptischen Weltsicht des Vaters geprägten - Ideale ins Wanken geraten lässt. Unterdrückt von ihrem besitzergreifenden und nicht vor Gewalt zurückscheuenden Vater, beginnt für das Mädchen ein heftiger Kampf.

Es ist schwer, Turtle nicht ins Herz zu schließen und mit zitternden Fingern umzublättern, wenn sich das Mädchen gegen alles wendet, was ihr Leben bedeutet hat - wenn sie in die Schlacht zieht für nicht weniger als ihre Freiheit.

Ein intensiver, ungemein spannender Roman voller Menschlichkeit.

ISBN_978-3-328-60028-2

Verlag_Penguin

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Thomas-Daniel Reichling
Rezensiert von_