
A Truce That Is Not Peace
Miriam Toews
12.01.2026
Als Miriam Toews einen Beitrag für das Literaturevent Conversación zusagt, ist sie bereits eine etablierte Autorin, darf sich schon viele Jahre Schriftstellerin nennen. Der Beitrag zum Event soll eine Antwort auf die Frage sein, "Warum ich schreibe", doch Toews Einreichungen werden wiederholt abgelehnt, sie habe das Thema verfehlt.
Das vorliegende Buch ist Dokumentation und Reflexion der nachfolgenden vielfachen und -gestaltigen Versuche, diese Frage "adäquat" zu beantworten. Dabei trennt Toews sukzessive Schichten ihrer Vergangenheit und ihres Selbstverständnisses als Mensch und Autorin ab, um zu einem vermeintlichen Kern zu gelangen, der eine Antwort auf diese Frage geben kann.
Zentral für den Antwortversuch findet sich der Umgang mit Verlust: Vater und Schwester der Autorin haben sich das Leben genommen und sind unauflösbar mit ihrem Schreiben verbunden. Diese Verluste und die damit einhergehende Trauer, die stets nur eine "Waffenruhe, aber nie ein Frieden" ("a truce that is not peace") sein können, sind Anfang und Ende von Toews Schreiben.
Ein Buch über Macht und Ohnmacht von Sprache, aber gleichermaßen über das, was zwischen und hinter den Worten liegt. Ein fragmentiertes Feuerwerk aus Selbstbetrachtung und -entblößung – eine Bestandsaufnahme der Innerlichkeit einer Frau, die schreiben muss, um das Unerträgliche zu ertragen. Die schreibt, um das Leben zwischen Tragik und Komik zu erfassen.
Bisher noch nicht in deutscher Übersetzung erschienen! (Stand 01/2026)
ISBN_9780008722845
Verlag_HarperCollins Publishers
