Der Frühling der Barbaren

Der Frühling der Barbaren

Jonas Lüscher

27.09.2025

Franz Hessel Preis 2013, Berner Literaturpreis 2013, Longlist Deutscher Buchpreis 2013, Hans Fallada Preis 2016

Schon 2013 erschien diese beissende Novelle, die in müheloser Leichtigkeit die feine und fragile Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei betrachtet. Geschrieben ist "Frühling der Barbaren" in einer geschliffenen Prosa, die einerseits durch ihre Präzision besticht, aber der ironischen Distanz ebenso dienlich ist.

Schwerelos beginnt die Geschichte einer phantasmagorischen Exkursion nach Tunesien, die in ein luxuriöses Ferienresort führt, wo der erzählende Geschäftsmann auf eine Hochzeitsgesellschaft trifft, die sich aus der Londoner Finanzelite speist. Doch das grotesk-verschwenderische Treiben wird bald gestört, denn es kommt zum Börsencrash in der Heimat – Chaos ist die Folge.

Geschickt lässt Lüscher seinen Erzähler, der selbst zwar Beobachter, aber kaum je Handelnder ist, diese Vorkommnisse schildern und lockt uns hinein in eine wohldosiert überdrehte Fata(lismus) Morgana, der es nicht an Tiefgang mangelt. Ein filigranes Glanzstück aus fähigster Autorenhand.

ISBN_978-3-442-74823-5

Verlag_C.H.Beck

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