Die Augen und das Unmögliche

Die Augen und das Unmögliche

Dave Eggers

16.03.2026

Zugegeben, Fabeln sind für mich nicht unbedingt verführerisch. Selbstverständlich gibt es aber ganz außergewöhnliche Texte, von Aesop über Orwell bis George Saunders, in denen Tieren die Helden sind.

Einen solch großen metaphorisch-philosophischen Anspruch erhebt der US-amerikanische Autor Dave Eggers in seinem neuesten Band "Die Augen und das Unmögliche" indes nicht. Das ist auch gut so, denn das Buch wird dadurch auch für jüngere Leser (etwa ab zwölf Jahren) zugänglich und verliert dennoch nicht an Bedeutsamkeit. Seine stilistische Raffinesse erlaubt Eggers den Drahtseilakt, dem Buch eine ganz eigene Sprache zu geben, ohne dabei jüngere Leser zu überfordern oder aber erfahrene Leser zu enttäuschen.

Der Held des Buchs ist Johannes; Johannes ist ein freier Hund in einem Park am Meer und als "Die Augen" der Bisons damit beauftragt, die Geschehnisse im Park im Blick zu behalten und dem Rat der Bisons zu berichten. Mit seinen Gefährten bemüht er sich das Gleichgewicht im Park zu bewahren und – so gut es eben geht – mit den Menschen im Einklang zu leben. Doch etwas tut sich im Park, ein neues Gebäude entsteht und sorgt mit hypnotisierenden Rechtecken für Chaos. Als dann auch noch Ziegen auftauchen und eine schockierende Enthüllung gemacht wird, gerät die fragile Welt des Parks ins Wanken.

Feinsinnig erzählt Eggers von Freundschaft, Mitgefühl und dem Ringen um Freiheit. Mit "Die Augen und das Unmögliche" gelingt es ihm, eine berührende und zeitlose Geschichte zu erzählen, die mit Charme, Humor und großer Wärme besticht.

Für Leser von 12-99!

ISBN_9783311153023

Verlag_Kampa

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