Die Optimisten

Die Optimisten

Rebecca Makkai

Mit ihrem - in den USA hochgelobten - Roman "Die Optimisten (orig. Titel: "The Great Believers") wurde Rebecca Makkai nicht nur Finalistin für sowohl den Pulitzer- als auch den National Book Award, ihr Roman wurde auch in die "Top Ten Books of the Year 2018" der New York Times gewählt und gewann diverse weitere Literaturpreise. Ich darf vorwegnehmen: die großen Erwartungen, die diese so positive Resonanz bei mir weckte, wurden erfüllt!

Doch worum geht es denn eigentlich? Die Geschichte beginnt mit einem Todesfall, der gleich Thema und Kontext des Romans einführt, denn der Verstorbene ist eines der ersten Opfer der Aids-Epidemie, die in den 80er-Jahren auch Chicago heimsuchte und unzählige Opfer forderte. Des Verstorbenen kleine Schwester Fiona und sein guter Freund Yale sind die Hauptfiguren des Romans. Es sind ihre Schicksale, die man im Roman durch die tragischen Nachbeben der Aids-Epidemie bis in die Gegenwart verfolgt.

Mit großem schriftstellerischen Feingefühl schafft es Makkai, den Figuren des Romans Leben einzuhauchen und ergreifend von Menschen zu erzählen, die weit früher und vehementer mit Sterben und Sterblichkeit konfrontiert werden als sie erwartet hatten. Die Spuren, die diese düstere Zeit in den Lebensläufen hinterlässt, sind der Dreh- und Angelpunkt dieses mitreißenden Buches voller Menschlichkeit.

Eine bewegende und fesselnde Lektüre mit Tiefgang. Grandios!

ISBN_9783961610778

Verlag_Eisele Verlag

Thomas-Daniel Reichling
Rezensiert von_