Fünf, sechs, sieben, acht

Fünf, sechs, sieben, acht

Ewald Arenz

14.07.2026

Anton ist 60 Jahre, Stepptänzer und Choreograf. Er ist stolz, dass er immer noch erfolgreich tanzt, zwar nicht mehr so schnell, aber die Erfahrung und die Ausdruckskraft machen das wett. Deshalb ist er fassungslos als er erfährt, dass die neue Intendantin seinen Vertrag nicht mehr verlängern wird und mit einer neuen jüngeren Choreografin arbeiten will. Diese jüngere Choreografin ist ausgerechnet seine Tochter Emma. Anton ist wütend, gekränkt und in seiner Eitelkeit verletzt. Aber auch stolz auf seine Tochter. Zeigen kann er ihr das aber nicht.

Durch die Absage schlittert er in eine Krise, taucht plötzlich das Gefühl des Älterwerdens in ihm auf, die eigene Endlichkeit. Er fragt sich, ob er das richtige Leben gelebt hat und der Gedanke an Jo, seine erste Liebe taucht auf, die plötzlich verschwand – ohne Erklärung. Sie kann er nicht vergessen und glaubt, dass er mit ihr ein anderes, besseres Leben gehabt hätte. Fünf, sechs, sieben, acht ist ein kluger und unterhaltsamer Roman über die wichtigen Themen des Lebens, Ewald Arenz gibt zwar keine Antworten, aber Impulse. Im Gegensatz zu seinen großen Beststellern Alte Sorten und Der große Sommer, die Coming-of-Age- Romane waren, geht es hier ums Älterwerden.

Ich glaube, das dieser Roman von Ewald Arenz teilweise autobiografisch ist. Der Titel "Fünf, sechs, sieben, acht" ist der Countdown, den Choreografen zählen, und auch Ewald Arenz hat den Stepptanz gelernt und ist in ähnlichem Alter wie Anton. Ich lese die Bücher von Ewald Arenz sehr gern und glaube, dass auch dieses Buch ein Besteller werden wird. Unbedingt lesenswert!

ISBN_978-3-7558-0057-6

Verlag_Dumont

_jetzt bestellen