In der Ferne

In der Ferne

Hernan Diaz

In den 1850er Jahren bewegt das ferne Echo der Goldgräberstimmung zwei junge Brüder aus Schweden zur Übersiedlung in die Vereinigten Staaten von Amerika, Ziel New York. Was als aufregendes und hoffnungsvolles Unterfangen beginnt, endet schon nach nach kurzer Zeit damit, dass sich die Brüder auf der Reise aus den Augen verlieren. Fortan folgen wir der Geschichte des jungen Håkan, der zunächst in Kalifornien strandet und nur eines im Sinn hat: nach New York zu gelangen, um seinen geliebten Bruder wiederzufinden. Es beginnt eine Odyssee auf der die erstickende Einsamkeit des jungen Mannes Unterbrechungen häufig nur in Begegnungen findet, die mit Gewalt und Verletzung einhergehen; er muss sich zahlloser Gefahren erwehren, die ihn zwischen einer erbarmungslosen Natur und den nicht weniger gnadenlosen Menschen erwarten.

Dieses Leben wird für Håkan zu einer schier endlosen Herausforderung, die sich auch in der einen oder anderen philosophischen Reflexion niederschlägt, was den Roman auch in dieser Hinsicht zu einer bereichernden Lektüre macht.

In der Ferne ist ein harter, schonungsloser und dabei stets poetischer Western, der an Cormac McCarthy erinnert und eindringlich das Erwachsenwerden eines Suchenden erzählt, der zur Legende werden wird.

ISBN_9783446267817

Verlag_Hanser Berlin

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Thomas-Daniel Reichling
Rezensiert von_