Kleine Probleme

Kleine Probleme

Nele Pollatschek

22.03.2025

Der Erzähler Lars ist - so heißt es in Kleine Probleme - ein Mann, dem alle Türen offenstehen, der aber durch keine hindurchgeht; er ist quasi die Antithese der Selbstoptimierung. Seinen großen Roman zu schreiben, ist dem 49-Jährigen bisher nicht gelungen, denn schon Putzen wird ihm zur Unmöglichkeit.

Am Jahresende gilt es um seiner selbst und seiner Familie willen, die Kurve zu bekommen. Eine To-Do-Liste der 13 "kleinen Probleme" wird erstellt und zwischen pseudo-philosophischen Gedankenentgleisungen verfolgen wir fortan das bemühte (Nicht-)Wirken des Protagonisten.

Die Sprache ist rotzig-frech, aber stets elegant. Beißend selbstironisch offenbart sich die Verletztheit eines Menschen, dem nichts gelingt, obwohl er für das Scheitern eigentlich keine guten Gründe hat. Zwischen einem letzten, an den Toren zum neuen Jahr aufwallenden, Energieschub und Lars' Identität als "Versagenskünstler" verhandelt der Roman humor- und gefühlvoll, was Normalität bedeutet.

ISBN_978-3-462-00810-4

Verlag_Kiepenheuer & WItsch

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