Lebensbande

Lebensbande

Mechtild Borrmann

08.11.2025

Mechtild Borrmann erzählt in „Lebensbande“ die Geschichten dreier Frauen, deren Wege sich in der NS-Zeit kreuzen. Auf Grundlage von Berichten zahlreicher Zeitzeuginnen und Zeitzeugen verbindet sie reale Schicksale zu einem fiktionalen, eindringlichen Roman, der den Blick auf die „kleinen Leute“ richtet: Bauern, Arbeiter, Hausmädchen und Krankenschwestern. Mit der Genauigkeit einer großen Chronistin und spürbarer Empathie zeigt Borrmann, wie tief das NS-Regime und der Krieg den Alltag durchdrangen, welche Entbehrungen, Grenzerfahrungen und moralischen Entscheidungen die Menschen zu tragen hatten. Wir begleiten die drei Freundinnen durch Jahre der Dunkelheit und seltene Momente zarten Glücks bis (Zeitsprung!) Nora nach dem Mauerfall 1993 einen Brief erhält, der die Vergangenheit erneut aufbrechen lässt. Große Teile der Handlung spielen am Niederrhein, was dem Roman eine authentische regionale Verankerung gibt. „Lebensbande“ ist zugleich ein eindrucksvolles Zeitdokument und ein fein gearbeiteter Freundschafts- und Generationenroman – sorgfältig recherchiert, schnörkellos erzählt und lange nachhallend. Ein Roman, der mit großem Respekt die Lebensleistung der Menschen würdigt, die Haltung gezeigt, im Krieg alles verloren und dennoch nicht aufgegeben haben.

ISBN_9783426282205

Verlag_Droemer

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