
Nelka
Svenja Leiber
04.04.2026
1941 wird die 16jährige Nelka aus dem von Deutschen besetzten Lwiw entführt und mit vielen anderen auf einen norddeutschen Gutshof verschleppt. Dort muss sie Zwangsarbeit in der Landwirtschaft leisten. Marten, der Verwalter des Hofes, hat ein Auge auf sie geworfen und bringt sie in seinem Haus als Haushaltshilfe unter. Als er erkennt, das Nelka sich mit dem Veredeln von Apfelbäumen und ertragreichen Sorten auskennt, nutzt er ihr Wissen, um den Hof wirtschaftlich erfolgreicher zu machen.
50 Jahre später (und hier beginnt Svenja Leiber ihren Roman) erhält Marten einen Brief, in dem Nelka ihren Besuch ankündigt.
Auf zwei Zeitebenen schildert Svenja Leiber sehr zart und einfühlsam die Erfahrungen, die Nelka als Zwangsarbeiterin machen muss.
Meines Erachtens eignet sich diese Buch u.a. hervorragend für Lesekreise, denn es bietet nicht nur eine ergreifende Geschichte, sondern auch Material für Diskussionen.
Inspiriert wurde die Autorin von ihrer eigenen Heimat und einem Apfelbaum, der dort von französischen Zwangsarbeitern gepflanzt wurde.
ISBN_978-3-518-43276-1
Verlag_Suhrkamp
