Das Haus der Frauen

Das Haus der Frauen

Laetitia Colombani

Laetitia Colombani wurde mit ihrem 1. Roman „Der Zopf“ bekannt. Von diesem wunderbaren Roman war ich damals schon begeistert.

Deshalb habe ich mich gefreut, dass ein weiterer Roman von ihr erschienen ist.

Das Haus der Frauen - Palais de la Femme - gibt es tatsächlich und steht in Paris. Es ist in Europa eines der größten Wohnheime für Frauen und bietet allen Frauen dieser Welt Zuflucht.

Der Roman schildert – ineinander verwoben – das Leben und Wirken zweier Frauen in zwei unterschiedlichen Zeiten – von Solène und von Blanche.

Solène ist eine sehr erfolgreiche Anwältin. Sie arbeitet engagiert und unermüdlich, verzichtet auf Urlaub und Freizeit. Ein Schock sprengt ihr Leben in Stücke – Diagnose: Burnout.

Mit medizinischer und psychologischer Hilfe schafft sie es, wieder ins Leben zurückzukehren.

Zurück in die Kanzlei will sie nicht. Ein Therapeut empfiehlt ihr, sich ehrenamtlich zu engagieren und anderen zu helfen. So bewirbt sie sich bei einer Organisation und hilft von nun an bei der Erledigung der Korrespondenz in einem Wohnhaus für Frauen. Sie trifft dort auf eine bunte Mischung von Frauen, die den Halt in ihrem Leben verloren haben. Durch ihre Arbeit mit diesen Frauen erkennt Solène wieder den Sinn des Lebens.

Die Geschichte der zweiten Frau – Blanche – spielt hundert Jahre früher. Blanche Peyron hat wirklich gelebt. Sie hatte 1926 allen Widerständigen zum Trotz diesen Schutzort für Frauen zusammen mit ihrem Mann gegründet und musste den immensen Kaufbetrag des Palastes durch Spenden auftreiben.

Solène erfährt von dieser tatkräftigen und mutigen Frau, die in einer Zeit lebte, als Frauen noch keine Rechte hatten. Sie recherchiert und weiß, dass es an der Zeit ist, die Geschichte der Gründerin des ersten Frauenhauses aufzuschreiben.

Unbedingt lesen! Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte einen echten historischen Hintergrund hat.

ISBN_978-3-10-390003-3

Verlag_FIscher

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Petra Esser
Rezensiert von_